"Am Konzept der Gemeinschaftsschule darf nicht gerüttelt werden"

Veröffentlicht am 18.02.2016 in Pressemitteilungen

Thomas Knapp (v.l.), Doro Moritz, Vorsitzende der GEW BW, Ulrike Brandauer, Rektorin Monika Becker und Matthias Enz

Wiernsheim (p). Hängt die Zukunft der Gemeinschaftsschule vom Ausgang der Landtagswahl ab? Die Vorsitzende der GEW Baden-Württemberg, Doro Moritz, konnte beim Informationsabend am Montag im Wiernsheimer Bildungszentrum beruhigen. Für bestehende Schulen gibt es auch nach einem Regierungswechsel Bestandschutz.
Allerdings, da ließ die Gewerkschaftlerin auch keinen Zweifel: Eine Regierung mit CDU und FDP habe allein schon aus ideologischen Gründen kein Interesse an einer Fortführung der Erfolgsgeschichte der Gemeinschaftsschule. Deshalb hoffe sie auf eine Weiterführung der grün-roten Regierung in Baden-Württemberg.
Als zentrale Aspekte der allgemeinen Bildungspolitik in Baden-Württemberg hob Doro Moritz neben der Gemeinschaftsschule die Ausweitung des Ganztagesangebotes, den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung, die Förderung des inklusiven Lernens und den Ausbau der Schulsozialarbeit hervor. Auch für die Realschule sei ein neues Konzept auf den Weg gebracht worden.
Rund 40 Eltern, Elternvertreter, Lehrer und interessierte Bürger waren auf Einladung des SPD-Ortsverein Wiernsheim/Wurmberg in das Bildungszentrum gekommen. Ortsvereins-Vorsitzende Ulrike Brandauer leitete die Gesprächsrunde in der Monika Becker, Rektorin der Verbandsschule Heckengäu in Wiernsheim und Mönsheim von positiven Erfahrungen berichtete.
Eine Umfrage nach drei Schulhalbjahren zeigte demnach, dass die Eltern sehr zufrieden mit dem neuen Unterrichtssystem sind und gute Erfahrungen machten. Nach Angaben der Rektorin funktioniert die Umsetzung mit den Lehrerkollegen sehr gut, alle seien engagiert.
Auch der Wiernsheimer Kämmerer und SPD-Kreisrat Matthias Enz zog in seiner Funktion als Geschäftsführer des Schulverbands Heckengäu eine positive Bilanz. Im Gegensatz dazu habe sich die vor Jahren eingeführte Werkrealschule als Flop erwiesen.
SPD-Landtagskandidat Thomas Knapp betonte, dass bei einer Weiterführung der grün-roten Regierung das Land für alle vorhandenen Aufgaben im schulischen Bereich auch das Personal bzw. die Lehrer bereitstellt. Bereits jetzt gebe es mehr Urlaubsvertretungen und Poolstunden als in den Vorjahren.
Für Thomas Knapp darf am Konzept der Gemeinschaftsschule nicht gerüttelt werden. Sie ermögliche die „Schule am Ort“. Und so formulierte Rainer Zundel, selbst langjähriger Realschullehrer und Gemeinderat in Wiernsheim folgerichtig einen wichtigen Grund: In der Plattengemeinde hätte es nach dem misslungenen Versuch mit der Werkrealschule ohne die Einführung der Gemeinschaftsschule keine weiterführende Schule mehr gegeben.

 

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