Besuch des Kultusministers Andreas Stoch MdL in Neuhausen

Veröffentlicht am 04.03.2016 in Presseecho

Mühlacker/Neuhausen (p).  „Wie schaffen wir es, in Baden-Württemberg ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot zu haben – auch im ländlichen Raum?“  Für Andreas Stoch (SPD) gibt es auf diese Frage eine klare Antwort. Die Gemeinschaftsschule trete an mit dem Anspruch, jedem Kind die bestmögliche Förderung zu bieten, sagt der Kultusminister.

„Die Hauptschule blutet aus“, redete Stoch bei seinem Besuch mit dem SPD-Landtagskandidaten Thomas Knapp im Rathaus von Neuhausen Klartext. Bereits vor zehn Jahren hätten wissenschaftliche Gutachten belegt, dass das dreigliedrigge Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium ein Auslaufmodell ist: „Wir brauchen die Zwei-Säulen-Struktur, das hat jeder kapiert.“

Im Gespräch mit Eltern und Lehrern machte Stoch zugleich deutlich, dass die Einführung der Gemeinschaftsschule nicht auf Knopfdruck gelinge.  Der Kultusminister verglich den Prozess vielmehr mit einer Operation am offenen Herzen: „“Man kann sagen, wir sind schon relativ weit sind und der Patient lebt.“

Stoch appellierte an die Eltern, die Schulwahl am Ende der vierten Klasse nicht als entscheidend für das ganze Leben zu sehen: „Egal, welche Entscheidung nach der vierten Klasse getroffen wird, es ist kein Weg verschlossen.“

Für ihn ist deshalb auch der Erfolg beruflicher Schulen wichtig. An Realschulen müsse weiterhin eine gute Entwicklung für Schüler möglich sein, das Niveau dürfe nicht abgesenkt werden.   Auch beim Gymnasium will er an Stellschrauben drehen und die Schüler ab der zehnten Klasse beim Übergang in die Oberstufe stärker fördern. Gerne würde der Minister auch weitere Lehrer einstellen: „Es sind aber keine mehr auf dem Markt.

„Kinder darf man nicht in Förmchen pressen“, warnte Stoch bei seinem Besuch im Enzkreis davor, dass nach der Landtagswahl das Rad zurückgedreht werden könne. Allerdings müsse sich auch eine andere Regierung an die Fakten halten. Er befürchte jedoch für den Fall eines Regierungswechsels eine pädagogische Beschneidung der Schulen.

Doch soweit soll es nicht kommen und so sieht Stoch die Landtagswahl als eine Art Zäsur. Mit der Fortführung der grün-roten Regierung ende die ständige Verunsicherung der Eltern. Die Gemeinschaftsschule werde sich zügig weiterentwickeln.

 

Homepage Thomas Knapp

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