SPD-Mühlacker erkundet mit Ute Vogt MdB und Katja Mast MdB den Kammertenberg

Veröffentlicht am 28.08.2017 in Ortsverein

Wahlkampf im Naturschutzgebiet: So hätte das Motto einer Wanderung von Lomersheim über den Kammertenberg nach Mühlhausen lauten können, wenngleich die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hoch droben über dem Enztal meinte, sich damit auch ein wenig Auszeit vom Wahlkampf zu gönnen. Prominenteste Teilnehmerin der Wanderung war die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion und Masts Vorgängerin als Wahlkreis-Abgeordnete, Ute Vogt. Sie freue sich, hierzu von Katja Mast eingeladen worden zu sein, bekannte die Wahl-Stuttgarterin.

In der Tat stand die Politik nicht so sehr im Mittelpunkt an diesem Nachmittag, denn die rund 20-köpfige Wandergruppe wurde von Thomas Köberle (Mühlacker) in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Enzkreis fachkundig geleitet. Beim Anstieg auf den Kammertenberg mit rund 70 Meter Hö- henunterschied machte Köberle der Wandergruppe deutlich, dass dieser Berg mit seinem Steilhang einerseits das größte Küchenschellen-Vorkommen im Enzkreis aufweise und ebenso die meisten Arten von Grashüpfern wie etwa die blauflügelige Ödlandschrecke. Sie bevorzuge nebst etlichem anderen Kleingetier eben solche Trockenrasenvorkommen. Auch etliche seltene Brutvögel seien in diesem Steilhang über der Enz zu Hause.

Als Abgeordnete des Wahlkreises Pforzheim von 1994 bis 2005 habe sie im Enzkreis ja viel gesehen und kennengelernt, meinte Ute Vogt, aber bei der Wanderung habe sie erneut etwas dazugelernt, was ihr nützen könnte, zumal in ihren Zuständigkeitsbereich als Fraktionsvize auch die Themen Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Ernährung und Landwirtschaft fielen.

Auf die Frage am Rande der Wanderung, was ihren Stuttgarter Wahlkreis vom Pforzheimer unterscheide, meinte Ute Vogt, dass sie in Stuttgart die meisten Termine mit der Stadtbahn erledigen könne, „das spart die viele Zeit auf der Straße, die ein so weitläufiger Wahlkreis wie Pforzheim/Enzkreis kostet“. Und ein anderer Aspekt: „Eindeutig schlechter ist in Stuttgart die Medienlandschaft. Über die Arbeit der Bundestagsabgeordneten wird kaum berichtet.“

Was ihr aus ihrer Pforzheimer Zeit am prägnantesten in Erinnerung blieb, sei der Gewinn des Direktmandats im Jahr 1998 gewesen; da hat sie den „Kleinkrieg“ mit Stefan Mappus offenbar verdrängt. Im Übrigen pflege sie nach wie vor Verbindungen in den Raum Pforzheim, insbesondere mit Katja Mast, und zudem treffe sie sich mit ihren früheren Mitarbeiterinnen „regelmäßig zum Stammtisch“.

Und wie schätzt die SPD-Politikerin persönlich vier Wochen vor der Wahl die Stimmung ein ? „Es zieht gerade an.“ Zu den Veranstaltungen kämen besonders viele unentschiedene Wählerinnen und Wähler kämen, um sich zu informieren. Vogts Einschätzung: „Diese Wahl entscheidet sich in den letzten Tagen.“ (Quelle Mühlacker Tagblatt 28.08.2017)

 

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