05.02.2014 in Partei

Geschichte der SPD

 

Geschichte der SPD

 

1863 GEBURT DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATIE

Ferdinand Lassalle (1825-1864) gründet in Leipzig den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“, der sich 1875 mit der von August Bebel 1869 gegründeten „Sozialdemokratischen Arbeiterpartei“ vereint.

 

1878 DAS VERBOT

Zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm, mit denen Sozialdemokraten nichts zu tun hatten, liefern Bismarck den Vorwand zu den „Sozialistengesetzen“.

 

1890 SPD: DIE STÄRKSTE WÄHLERPARTEI

Nach dem Fall der „Sozialistengesetzte“ wird die SPD bei den Reichstagswahlen mit 19,7 Prozent stärkste Wählerpartei im Kaiserreich. 1912 vereint sie bereits 34,8 Prozent der Stimmen.

 

1918 REVOLUTION IN DEUTSCHLAND

Der Kaiser muss abdanken. Die Mehrheit entscheidet sich gegen ein Sowjetsystem und für die parlamentarische Demokratie. Am 12. November verkündet die sozialdemokratische Revolutionsregierung das Frauenwahlrecht und erfüllt damit eine schon im Erfurter Programm der SPD (1891) erhobene Forderung. Der 8-Stunden-Tag wird eingeführt. Die freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit festgeschrieben.

 

1919 EIN SOZIALDEMOKRAT WIRD REICHSPRÄSIDENT

Friedrich Ebert wird der erste Reichspräsident der Weimarer Republik.

 

1933-1945 UNTERGRUND; EMIGRATION

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung werden Mitglieder der SPD, die als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat, und andere Nazigegner verhaftet, misshandelt und ermordet. Emigration, Illegalität und Widerstand bestimmen 12 Jahre sozialdemokratischer Geschichte.

 

1945 NEUBEGINN

Unter Kurt Schumacher (1895-1952), der eine Vereinigung mit den Kommunisten kategorisch ablehnt, formiert sich die SPD in den Westzonen neu.

 

1946 ZWANGSVEREINIGUNG

In der Ostzone tauft sich die KPD in SED um und nimmt die Sozialdemokratie in Gefangenschaft, Mehr als 5000 SPD-Mitglieder werden verhaftet. Tausende müssen flüchten. Kommunisten besetzen die Schlüsselpositionen der neuen Partei.

 

1949 BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

Bei den ersten Wahlen zum Bundestag erreicht die SPD 29,2 Prozent der Stimmen und übernimmt die Rolle der „konstruktiven Opposition“. Im selben Jahr erfolgt die Gründung der DDR.

 

1953 VOLKSAUFSTAND IN DER DDR

Am 17.Juni retten nur noch Panzer die Herrschaft des SED-Regimes in der DDR. Der politische Aufstand der Arbeiter wird blutig niedergeschlagen.

 

1959 DAS GODESBERGER PROGRAMM

Mit der Verabschiedung des Godesberger Grundsatzprogrammes wird die SPD unter Führung von Erich Ollenhauer und Herbert Wehner endgültig zur Volkspartei und öffnet sich breiten Wählerschichten, nicht zuletzt kirchlich gebundenen Kreisen.

 

1969 MACHTWECHSEL

Die Zeiten sind reif für den Aufbruch aus konservativer Verkrustung, Zeit für Reformen und neue Wege der Friedenssicherung und Entspannung. Willy Brandt wird der erste sozialdemokratische Bundeskanzler der Nachkriegsgeschichte.

 

1974 STAFETTENWECHSEL

Im Frühjahr gibt Willy Brandt die Kanzlerschaft an Helmut Schmidt weiter: Die Politik der beiden sozialdemokratischen Kanzler für ein modernes Deutschland wird weltweit Vorbild anerkannt.

 

1982 DIE FDP WENDET ZUR UNION

Die FDP verlässt die sozialliberale Koalition und verschafft den Unionsparteien die Mehrheit in Bonn. Die SPD wird wieder Oppositionspartei. Die CDU/CSU/FDP- Regierung setzt eine konservative Wende in Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik durch.

 

1987 TRADITION UND PERSPEKTIVE

Führungswechsel. Nach 20 Jahren Parteivorsitz gibt Willy Brandt sein Amt ab. Hans-Jochen Vogel übernimmt die Parteiführung und setzt auf Tradition und Perspektive.

 

1989 DEUTSCHLAND VEREINT

Die Berliner Mauer fällt. In Schwante wird noch in der Illegalität am 7.Oktober die Sozialdemokratische Partei in der DDR gegründet. Willy Brandt sagt: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ Im gleichen Jahr verabschiedet die SPD in Berlin ihr neues Grundsatzprogramm.

 

1998 INNOVATION UND GERECHTIGKEIT

Mit dem Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine und dem Kanzlerkandidaten Gerhard Schröder gewinnt die Partei neues Selbstbewusstsein und schlägt konsequent den Weg zurück in die Regierungsverantwortung ein. Die SPD führt den modernsten Wahlkampf ihrer Geschichte Die Verbindung der sozialdemokratischen Leitmotive „Gerechtigkeit“ und „Innovation“ überzeugt die Wähler. Gerhard Schröder wird Bundeskanzler.

 

2002 NEUER AUFTRAG FÜR ROT-GRÜN

Am 22.September hat die SPD einen historischen Wahlsieg errungen: sie bleibt stärkste Partei und stärkste Fraktion. Gerhard Schröder stellt mit seiner Friedens- und Reformpolitik die Weichen für die Zukunft. Im März 2004 übernimmt Franz Müntefering den Parteivorsitz. Matthias Platzeck löst ihn 2005 ab.

 

2005-2009 VERANTWORTUNG FÜR DEUTSCHLAND

Die vorgezogene Bundestagswahl 2005 hat als Ergebnis die Große Koalition. 2007 beschließt die SPD unter der Führung von Kurt Beck ein neues Grundsatzprogramm und entwirft als erste Partei in Deutschland einen klaren politischen Rahmen für die wirtschaftliche Globalisierung. 2008 blickt sie auf eine zehnjährige, erfolgreiche Regierungsbeteiligung zurück. Franz Müntefering als Vorsitzender und Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat führen die SPD in das Wahljahr 2009.

 

2009-2013 ERNEUERUNG

Nach elfjähriger Regierungsbeteiligung im Bund verliert die SPD die Bundestagwahl 2009. Mit dem Bundesparteitag und der Rede des neuen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel beginnt die SPD einen Prozess der programmatischen und organisatorischen Erneuerung mit dem Ziel, die modernste Partei Europas zu werden. Die desolate Politik der konservativ-liberalen Bundesregierung erfordert eine SPD auf Höhe der Zeit, mit Positionen für eine fortschrittliche Politik, die alle mitnimmt und keinen zurücklässt

 

2013 MITGLIEDER IM MITTELPUNKT

Als erste deutsche Partei führt die SPD ein Mitgliedervotum bezüglich einer Regierungsbeteiligung mit der CDU/CSU durch. Die Mitglieder stimmen mit 76 Prozent für die GroKo.

 

 

Quelle: SPD

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